Trockene Haut im Winter: was hilft und was nicht

Zwischen November und März hören wir denselben Satz immer wieder: „Meine Haut spannt, obwohl ich creme.“ Meist liegt das nicht an zu wenig Pflege, sondern an der falschen – oder an etwas ganz anderem.

Warum Haut im Winter trockener wird

Drei Dinge kommen zusammen. Erstens produziert die Haut ab etwa acht Grad Außentemperatur weniger Talg, also weniger eigenen Fettfilm. Zweitens entzieht Heizungsluft ihr Feuchtigkeit – in beheizten Räumen liegt die Luftfeuchtigkeit oft unter dreißig Prozent. Drittens der ständige Wechsel zwischen kalt draußen und warm drinnen.

Das Ergebnis fühlt sich wie Trockenheit an, ist aber oft zweierlei: Der Haut fehlt Fett, Wasser oder beides. Und beides braucht eine andere Antwort.

Fett oder Feuchtigkeit – der Unterschied

Ein einfacher Test: Wenn Ihre Haut nach dem Waschen spannt und sich rau anfühlt, fehlt meist Fett. Wenn sie stumpf wirkt, kleine Fältchen zeigt und trotzdem glänzt, fehlt eher Feuchtigkeit.

Der zweite Fall ist der häufigere und der, bei dem am meisten falsch gemacht wird: Wer eine reichhaltige Creme auf feuchtigkeitsarme Haut legt, verschließt sie – ohne dass mehr Wasser darin wäre. Die Haut fühlt sich kurz besser an und ist am nächsten Tag genauso stumpf.

Genau dafür ist unsere Behandlung Lipide & Feuchtigkeit gemacht: Wir schauen zuerst, was fehlt, und arbeiten dann entsprechend.

Der häufigste Fehler

Zu heiß duschen. Warmes Wasser fühlt sich im Winter gut an, löst aber genau den Fettfilm heraus, den die Haut ohnehin knapp hat. Lauwarm und kürzer bringt oft mehr als jede zusätzliche Creme.

Der zweithäufigste: zu oft und zu gründlich reinigen. Wenn die Haut schon gereizt ist, macht ein weiteres Peeling es schlimmer, nicht besser.

Wenn die Haut zusätzlich rot wird

Kälte, Wärme und der Wechsel dazwischen sind typische Auslöser für gerötete Wangen und feine Äderchen. Dann ist eine normale Gesichtsbehandlung mit Dampf und Ausreinigen die falsche Wahl – sie reizt zusätzlich.

Passender ist unsere Couperose-Behandlung: ohne Dampf, ohne starkes Peeling, mit beruhigenden Wirkstoffen. Bestehende Äderchen können wir damit nicht entfernen – das geht nur über Laser oder Verödung beim Facharzt. Beruhigen können wir sie.

Was eine Behandlung leisten kann

Sie bringt Wirkstoffe tiefer ein, als eine Creme zuhause es schafft, und der Effekt hält einige Tage. Sie ersetzt aber keine tägliche Pflege. Wer einmal im Winter zur Kosmetik geht und sonst nichts ändert, hat wenig davon.

Am meisten bringt die Kombination: eine Behandlung als Ausgangspunkt, dazu die Information, was Ihre Haut zuhause braucht. Bringen Sie ruhig Ihre aktuellen Produkte mit oder fotografieren Sie sie – wir sagen Ihnen ehrlich, ob sie passen. Auch dann, wenn wir nichts daran verdienen.

Drei Dinge für zuhause

  • Lauwarm statt heiß duschen und danach eincremen, solange die Haut noch leicht feucht ist.
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen. Eine Schale Wasser auf der Heizung klingt altmodisch und wirkt trotzdem.
  • Sonnenschutz auch im Winter. Bei Schnee und im Freien ist die UV-Belastung höher, als die meisten denken – und bei Couperose ist Sonnenschutz der wichtigste Punkt überhaupt.
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